Freitag, 20. Oktober 2017

Geburtstagspulli - genau gleich und doch anders

Der große Räuber hatte Geburtstag. Kaum zu glauben, wie schnell die groß werden. Gerade eben war er noch mein kleines Baby (ok, ein bisschen länger ist es dann doch schon her 😉) und jetzt ist er schon 9. Noch deutlicher wurde das, als ich unser "Geburtstagspulli-Schnittmuster", den Leo von Pattydoo herausgekramt habe und feststellen musste, dass ich die größte Größe schon im letzten Jahr genäht hatte. Ein neues Schnittmuster musste also her. 
Meine Räuber dürfen immer Wünsche bezüglich Passform, Farbe und Thema äußern, so habe ich auch den großen Räuber nach seinen Vorstellungen gefragt. Was dann kam war wohl auch der Grund, warum ich gar nicht so richtig an den Pulli ran wollte. Er legte mir das Trikot seines Lieblingsfußballvereins hin und sagte: "genau so!". Sämtliche Vorschläge meinerseits wie Hoody, Känguruhtasche, Schalkragen usw. wurden abgeblockt. Es sollte gleich sein. Somit war auch die "traditionelle" Raglanform vom Tisch, denn ein Trikot hat normale Ärmel. Und was nun? Tschüß eigene Ideen, ich brauch euch dieses Mal nicht? So wollte ich das eigentlich nicht und ich tat mich schwer, überhaupt mal anzufangen. Dann hatte ich aber eine Idee,... und so ist der Geburtstagspulli gleich und doch (ein kleines bisschen) anders. 😉


... und der große Räuber hat sich riesig gefreut. Das ist ja auch das Wichtigste bei einem Geburtstagspulli. 

Das Schnittmuster ist übrigens Mika von Pattydoo, in Größe 152 mit etwas Platz zum Reinwachsen. Die Streifen habe ich mit Textilfarbe aufgemalt, das Vereinslogo ist ein Aufnäher und Buchstabe und Quadrate sind geplottet. Auf dem Rücken stehen natürlich noch sein Name und als Rückenzahl die 9.

Auch ich habe mich heute gefreut als mich die Mutter eines Mitschülers des großen Räubers angesprochen hat. Ihr Sohn hatte ihr von dem Pulli vorgeschwärmt.

Frei nach dem Motto "Ende gut - alles gut", wünsche ich euch ein schönes Wochenende. Bis bald,

Liebe Grüße, 

Sandra



auf einen Blick:
Schnitt: Mika von Pattydoo in Gr. 152
Stoff: Sweat in rot und Bünchchen in weiß, beides von Buttinette
linked@ Freutag, Made4Boys, kiddikram

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Kunstleder im September - Geobag

Husch, da war er auch schon vorbei der September. Eben noch August und Sommerferien und noch soooo viel Zeit für das Kunstlederprojekt für die Materialrevue. Tja, zu früh gefreut. Irgendwie denke ich immer, in den Ferien hätte ich mehr Zeit zu nähen und jedes Mal muss ich feststellen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Lange Rede kurzer Sinn, ich habe mit meinem geplanten Kunstlederprojekt zwar angefangen, bin aber noch nicht fertig. Und der Geburtstag des großen Räubers und damit "Abgabetermin" für den Geburtstagspulli rückt auch näher. Beides schaffe ich nicht rechtzeitig. Das musste ich mir nun eingestehen. Geburtstagspulli verschieben geht gar nicht, also brauchte ich einen Plan B für die Materialrevue. Was ein Glück, dass ich bei Maika die Geobag gesehen hatte. Kunstleder war auch noch in meinem Stoffschrank. Aber nur in so fadem Braun. Würde da ein farbiger Reißverschluss ausreichen, um das Ganze aufzupeppen? Irgendwie fand ich die Vorstellung davon nicht überzeugend. Wer mir auf Instagram folgt, hat schon gesehen, dass ich mich zur Zeit auch mit der Sticknadel versuche. So kam dann eins zum anderen. Ich hatte eine Idee im Kopf und wollte unbedingt wissen, ob das funktionieren kann und wie das wirken würde. Stickgarn farblich passend zum Reißverschluss gefunden und das Kunstleder vor dem Zusammennähen der Geobag bestickt. Einen Nähabend habe ich noch "geopfert" und die Geobag genäht in braun-türkis... so gefällt mir auch das braune Kunstleder.



 
Der Schnitt ist übrigens klasse. Die kann man so richtig schön weit öffnen. Da werde ich bestimmt noch die eine oder andere von nähen. Und auch mal die große Variante. Aber  jetzt muss ich mich unbedingt an den Geburtstagspulli machen. Danach geht's dann ganz entspannt mit meinem ursprünglich geplanten Kunstlederprojekt weiter. Die "Arbeit" geht eben nie aus. Macht's gut. 


Liebe Grüße,

Sandra



auf einen Blick:
Schnitt: Geobag von pattydoo (Freebie)
Stoff: Kunstleder und Innenstoff von Buttinette

Dienstag, 26. September 2017

Wiederholung mit Premiere

Bereits letztes Jahr wurden einige beim Wiederholungstäter-Sew-Along von Marietta, Anja und Maika zu Wiederholungstätern. Nun geht der Wiederholungstäter-Sew-Along in die zweite Runde und ich bin wieder gerne dabei. 
Das erste Thema lautet "Für Große". Das kam mir sehr gelegen, konnte ich dies nutzen, um ein schon lange geplantes Projekt fertigzustellen. Meine erste Jeans, mit allem was dazu gehört wie Kappnaht, Jeansknöpfen usw. Aber was hat das nun mit Wiederholung zu tun? Das Schnittmuster boyfriend.hose von Lenipepunkt.  In meinem Post Ende Juni habe ich meine Probehose für diesen Schnitt vorgestellt und schon angekündigt, dass ich eine Jeanshose nähen möchte. Nun ist sie fertig ...


... und ich um einige Erfahrungen reicher und auch etwas ernüchtert. Zwar war ich mir bewusst, dass ich unterschiedliche Stoffe verwende und die Ergebnisse unterschiedlich sein werden. Während die Probehose aus dünner unelastischer Baumwollwebware ist, habe ich für die Jeans einen dünnen Jeansstoff mit etwas Elasthan verwendet. Aber ich hätte nicht gedacht, dass sich das so immens auf das Endergebnis auswirkt. Da die Probehose etwas eng ist, dachte ich, dass das dann mit dem elastischen Jeansstoff passen würde. Aber die ist deutlichl weiter geworden. Am Bund habe ich sogar noch mal einen Zentimeter enger genäht und ich habe immer noch sehr viel Platz drin. Oder muss die Hose noch weiter unten sitzen? So ganz sicher bin ich mir da nicht.


Aber wenn sie auch nicht so geworden ist, wie ich mir das vorgestellt hatte, werde ich sie sicherlich anziehen. Wer weiß, vielleicht wird es ja meine Lieblingshose an den Weihnachtstagen 😉.
Hier nochmal die Probehose. Auf den Bildern sieht man den Unterschied gar nicht so sehr. Allerdings sitzt die kurze Hose am Bauch recht straff und die Jeanshose wird mit einem Gürtel an Ort und Stelle gehalten 😉.

Jetzt wird es aber Zeit, dass sich die Jeans bei den anderen Wiederholungstätern einreiht, während ich mir Gedanken mache, was ich für das nächste Thema "Für Kleine" nähen könnte. Bis dann,
 
Liebe Grüße,
 
Sandra
 


auf einen Blick:
Schnitt: boyfriend.hose von lenipepunkt in Gr. 38
Stoff: dünner Jeansstoff mit Elasthan
linked@Wiederholungstäter-Sew-Along

Freitag, 22. September 2017

Einschulungsfreuden

Ende Juli habe ich euch vom Kindergartenabschied unseres kleinen Räubers berichtet. Nach seinen ersten langen Ferien war es am vergangenen Samstag endlich so weit... die Einschulung...lange herbeigesehnt und mit viel Spannung erwartet. 
Schon vor einer Weile hatte ich vorgeschlagen anstatt einer Schultüte aus Papier zu basteln, eine aus Stoff zu nähen und später ein Kissen daraus zu machen. Er war begeistert von der Idee und hat jedem ganz stolz davon erzählt. Um Enttäuschungen ganz weit aus dem Weg zu gehen, habe ich ihn auch bei der Stoffauswahl mitentscheiden lassen. Manches hätte ich anders entschieden, aber es sollte ja ihm gefallen. 
Passend zu seinem Schulranzen sollte ein Raumschiff auf die Schultüte. Ganz wichtig: keine Rakete. Da gibt es gewaltige Unterschiede. Das Thema hatten wir ja schon bei seinem Geburtstags T-Shirt. So konnte ich auf die Plottdatei zurückgreifen, die auch ein Raumschiff ohne Zahl enthält.



Genäht habe ich nach dem Tutorial von Lillesol&Pelle. Die Stoffe hatte ich fast alle in meinem Stoffschrank. Das Paspelband in neongelb passend zum Schulranzen habe ich aus einer Warnweste selbst gemacht.
Der Plott ist mehrlagig aus neongelber Flexfolie, grauer Flockfolie und nachleuchtender Flexfolie. Aus der nachleuchtenden Folie habe ich noch ein paar Punkte aufgebügelt. Den Namen wollte ich ursprünglich noch mit dem Applikationsstich umranden, weshalb ich etwas mehr Abstand zwischen den Buchstaben gelassen habe. Letztendlich habe ich mich dann doch noch dagegen entschieden und nur mit dem Geradstich drumrumgenäht. Da hätte ich die Buchstaben auch etwas enger zusammennehmen können, dann hätte man den Namen auch als Ganzes lesen können. Der Perfektionist in mir war kurz davor, alles nochmal zu machen. Aber ich denke als Kissen ist es dann ganz gut so.  
Für alle, die irgendwann ihre erste Schultüte nähen an dieser Stelle mein Tipp: Soll das Motiv und/oder der Name gut zu sehen sein, dann konzentriert euch auf das mittlere Drittel.


Auf dem Schulranzen sind um das Raumschiff einige Punkte aufgestickt und Strahlen an den Triebwerken. Das habe ich auch für die Schultüte übernommen. Zu guter Letzt noch eine geplottete Erde aus der nachleuchtenden Folie ganz weit unten.


Der kleine Räuber hat sich riesig gefreut und konnte es kaum erwarten endlich die Schultüte zu öffnen. Drinnen war neben einem Buch und Süßigkeiten auch noch etwas Genähtes.
Zur Zeit sieht man immer wieder Rechenketten als Geschenke für Schulanfänger. Als Rechenmäuse oder -raketen habe ich sie schon gesehen. Zum Thema Raumschiff wollte mir nicht wirklich etwas einfallen. So habe ich aus Resten von der Schultüte ein Mäppchen (wieder nach dem Schnittmuster Pencil Pouch von noodlehead) genäht und die Schnur in die Naht des Futters eingenäht. So kann er die Rechenkette aufräumen und wenn er sie irgendwann nicht mehr braucht ist sie ganz schnell abgeschnitten und er kann das Mäppchen noch für Kleber, Schere, Stifte usw. verwenden.
 
 
Der Einschulungstag war ein voller Erfolg. Der kleine Räuber hat sich sehr gefreut. Die erste Schulwoche ist jetzt schon um, aber es ist alles in allem eine spannende Zeit. Und auch wenn der Kleine nun schon ein Großer ist, freue ich mich sehr mit ihm. 
Euch allen ein schönes Wochenende. Bis bald.

Liebe Grüße,

Sandra


auf einen Blick:
Schnitt: Schultüte: Lillesol&Pelle, Mäppchen: Pencil Pouch von noodlehead
Plott: Raumschiff von *hier*; Erde aus dem Buch "Mein Silhouette Hobbyplotter"
 
 

Mittwoch, 13. September 2017

Pencil Pouch

Normalerweise räume ich Stoffreste, die nach Fertigstellung eines Nähprojektes auf dem Nähtisch liegen geblieben sind, in eine Schachtel, wo sie dann vielleicht irgendwann mal wieder herausgeholt werden. 

Nicht so, als ich meinen Onkel Knorke fertig hatte. Da wollte es der Zufall, dass ich kurz zuvor bei Ronja über die Pencil Pouch von noodlehead gestolpert war, die ich unbedingt probieren wollte. Den Schnitt habe ich an die Größe meiner Jeanststoffreste angepasst. So ist die Pencil Pouch etwas kleiner als im Original, aber für mich genau richtig.



 

  
Im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden, allerdings würde ich keine Paspel mehr einnähen. Auf dem oberen Bild sieht man, dass die Paspel am Reißverschluss etwas beult. Vielleicht könnte man alternativ die Kordel in der Paspel etwas zurückschneiden. Auch mit dem Zusammennähen an den Reißverschlussenden muss ich mich nochmal auseinandersetzen. Da habe ich noch nicht die perfekte Lösung für mich gefunden. Ich kann ja noch ein paar nähen und üben 😉.
Auf jeden Fall eine tolle Möglichkeit Reste zu verwerten, denn die freuen sich schließlich auch, wenn sie von einem trostlosen Dasein in einer dunklen Restekiste verschont bleiben.


Liebe Grüße, 

Sandra


auf einen Blick:
Stoffe: siehe hier
Schnitt: Canvas Pencil Pouch von noodlehead

Montag, 4. September 2017

Kork im August III - Onkel Knorke

In den letzten Tagen habe ich schon von meinen Erfahrungen mit verschiedenen Korkstoffen anhand eines Stiftemäppchens, Aufnäher auf einem T-Shirt und einem Armband berichtet.
Was mir aber fast noch am besten gefällt und wie man Korkstoff wohl am häufigsten verarbeitet sieht, ist Kork als Kombistoff bei Taschen. Korkstoff (zumindest mein dickerer) ist aufgrund seiner Festigkeit ein wunderbarer Taschenboden und bietet farblich einen tollen Kontrast zu vielen Stoffen.
Meinen dickeren Korkstoff habe zwar ich ohne konkrete Pläne gekauft, hatte aber schon von Anfang an einen Taschenboden im Hinterkopf.

Als ich Anfang August Jeansstoff vernäht habe (das Ergebnis kommt bald), hatte ich plötzlich meine Tasche mit Korkstoffboden vor Augen. Den dazu passenden Stoff haben meine Instagram-Follower schon gesehen. Mein erster Versuch Stoff zu bestempeln. Nicht perfekt aber ziemlich genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte.



Mit etwas gelb als Farbtupfer hatte ich die perfekte Farbkombination für meinen ersten Onkel Knorke gefunden. Den Schnitt, habe ich schon lange auf meiner Festplatte, doch bisher noch nicht genäht. Nun hat sich aber bei mir die Notwendigkeit nach einer schulterfreundlichen "Hand"-Tasche ergeben. D.h. nicht das ganze Gewicht wie bisher auf einer Schulter hängend rumtragen, sondern gleichmäßig auf beiden Schultern verteilt. Mit Baumwollgurtband, denn das schneidet nicht so ein wie Nylon.

Ich gebe zu, ich hatte etwas Bedenken, ob sich die Ecken bei dem dicken Kork gut ausformen lassen, aber die waren absolut unbegründet, wie ihr auf dem Bild sehen könnt.

Für das Futter habe ich einen grau-weißen Punkte-Stoff gewählt, der auch noch auf meinem Nähtisch rumlag. Ein paar praktische Details wie Innentasche aus gelbem Stoff und ein Schlüsselband damit Handy und Schlüssel schnell zur Hand sind, durften nicht fehlen.



Noch leer, aber bereit für den ersten Ausflug... schnell noch ein Bild gemacht.


Den ersten Praxistest hat er auch schon mit Bravur bestanden. Neben meinem normalen Handtascheninhalt, war auch noch eine Trinkflasche und eine Packung Kekse drin. Da passt ne ganze Menge rein und trotzdem war er angenehm zu tragen.


Das Zuziehen des Beutels ist zwar nicht ganz so einfach wie bei einem normalen Turnbeutel mit doppelter Kordel, aber daran kann ich mich gewöhnen. Ich mag den Turnbeutel mit Gurtband. Da passt einfach alles. Was war euer letztes Nähprojekt, bei dem ihr so rundum zufrieden wart?

Liebe Grüße, 

Sandra


auf einen Blick:
Schnitt: Onkel Knorke
Stoff: Jeans von stoffe.de, Kork von Buttinette, Paspel und Gurtband von Wunderland-der-Stoffe, grauer Punktestoff aus dem örtlichen Stoffladen

Samstag, 2. September 2017

Kork im August II - Armband

Gestern habe ich es schon angedroht angekündigt, ich habe noch ein paar Kork-Ergebnisse. Heute möchte ich euch etwas zeigen, das ich zuerst aus dem dünneren Kork machen wollte, was aber überhaupt nicht gut ausgesehen hat. Mit dem dickeren Kork-Stoff hat es dagegen wunderbar geklappt. Ein Armband, das aus einem Stück geflochten wird.


Die Anleitung dazu gibt es *hier*. Die ist eigentlich für (Kunst-)Leder 😉 (Achtung Zaunpfahl), geht aber mit (dickerem) Korkstoff genau so gut. Leider hatte ich keinen passenden Metall-Druckknopf, weshalb ich auf ein KamSnap ausgewichen bin. Das Armband gefällt mir sehr gut, vorallem weil es angenehm leicht ist. Ich könnte mir auch vorstellen, einen Teil des Korkstücks vorher mit Acryl- oder Stofffarbe zu bepinseln oder betupfen. Als Verschluss wäre auch die Schließe von einer alten Armbanduhr denkbar. Ihr seht, da ist noch ganz viel möglich.
Das Armband darf sich nun auch zu den tollen Kork-Ergebnissen in der Materialrevue gesellen und ich verschwinde mal ganz schnell an die Nähmaschine, das nächste Stück Kork wartet auf mich 😉. Bis bald,


Liebe Grüße, 

Sandra